Geschichtlicher Hintergrund

meute_yarrow_2.jpgDer Beagle ist einer der ältesten, seit ca. 600 Jahren in England rein gezüchteten Nachfahren der Keltenbracke. Das Ursprungsland dieser vielseitigen Hasenbracke ist England.

Der Liebe des englischen Königshauses zum Beagle haben wir es zu verdanken, dass über ein halbes Jahrtausend fast lückenlose Informationen über Zucht, Entwicklung und jagdlichen Einsatz dieser Hunde erhalten sind. Von Heinrich VIII. über James l. und Elisabeth l. bis zum heutigen Tage hat das britische Herrscherhaus stets eine Meute dieser "singing Beagles" gehalten.

Obwohl der Beagle auch immer schon gelegentlich als Einzeljäger auf andere Wildarten wie Kaninchen, Fuchs, Rot- und Rehwild eingesetzt wurde, hat gerade die britische Anhänglichkeit an das "Beagling" für eine weitere Besonderheit der Rasse gesorgt. Der Beagle ist die auf der Welt am meisten verbreitete Brackenrasse geworden. Die konservativen britischen Entdecker, Siedler und Kolonialherren hatten das Bestreben, möglichst viel von ihrer typisch britischen Umwelt mit in die weite Welt hinaus zu nehmen.

Nach Deutschland kam der Beagle erst nach dem 2. Weltkrieg durch die Mitglieder der britischen Rheinarmee. In ganz Mittel- und Nordeuropa haben sich inzwischen neben den - auch im Mutterland unvermeidlichen - Pet-Beagles, den nur auf Schönheit gezüchteten Haushunden, Stämme rein jagdlich gezüchteter Beagle gefestigt, die als kleine Waldspezialisten auch unter kontinentalen Bedingungen durchaus brauchbare Jagdhunde sind. Aus englischen, amerikanischen und dänischen Blutlinien hervorgegangen, hat sich dabei ein von den Jägern erwünschter kompakter Arbeitstyp entwickelt.